Farbvorzugs-Signal

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Spieltechnik Farbvorzugs-Signal
Ziel Dem Partner zeigen, welche Farbe er nachspielen soll, wenn er wieder dran ist.
Beschreibung Durch das Abwerfen einer besonders hohen oder besonders niedrigen Karte weist man auf eine von zwei möglichen Farben hin.


  • Durch das Abwerfen einer hohen oder niedrigen Karte geben wir dem Partner einen Hinweis, welche der beiden verbleibenden Farben er als nächstes spielen soll.
  • In ähnlicher Weise kann man ein Farbvorzugssignal bei eigenem Ausspiel auch geben, wenn man weiss, dass der Partner schnappen kann. Wenn Partner dann dran ist, wird er die gewünschte Farbe ausspielen.
  • Auch beim Zugeben einer Karte kann man ein Farbvorzugssignal geben, nämlich wenn klar ist, dass Partner die Farbe wechseln wird (vgl. jedoch Positiv-Negativ Signal).

Namensgebung

Häufig wird das Verfahren als Lavinthal-Signal bezeichnet. Auch die - technisch präzise - Bezeichnung Transfer-Abwurf kommt gelegentlich vor.

Situation

  1. beim ersten freien Abwurf (egal, wer ausgespielt hat)
  2. wenn man selbst eine Karte ausspielt, die der Partner schnappen kann
  3. Partner hat gegen einen Farbkontrakt eine Figur ausgespielt, die vermutlich hält. Am Tisch liegt ein Single in dieser Farbe, so dass Partner nach dem Stichgewinn die Farbe wechseln wird.

Aktion

Wir zeigen mit unserem ersten freien Abwurf, dass wir an der abgeworfenen Farbe nicht interessiert sind. Da auch die ausgespielte Farbe bzw. die Trumpffarbe wegfallen, bleiben zwei Farben übrig. Geben wir eine 6 oder eine höhere Karte zu, so sind wir an der höheren dieser beiden fraglichen Farben interessiert, ansonsten (5 oder niedriger) an der niedrigeren.

Je nach Situation scheiden bestimmte Farben für die Entscheidung aus:

  1. die ausgespielte und die abgeworfene Farbe
  2. die ausgespielte Farbe und die Trumpffarbe
  3. die ausgespielte und die Trumpffarbe

Man beachte, dass in Situation (3) vor dem Nachspiel der gewünschten Farbe ein Trumpfspiel durch den Partner sinnvoll sein kann, um dem Tisch in Trumpf zu kürzen.

Generell ist das Signal immer nur ein Hinweis an den Partner; dieser entscheidet jedoch letztlich aufgrund eigener Einschätzung, ob er dem Signal folgen will.

Das Farbvorzugssignal kann in bestimmten Situationen der einzige Weg sein, einen Kontrakt zu Fall zu bringen, weil es dem Partner das Raten zwischen zwei Farben erspart, die aus seiner Sicht gleichwertig wirken.

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