Paarturnier

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Inhaltsverzeichnis

Definition

Eine Turnierform, bei der jeweils zwei Spieler als Paar antreten und mit allen anderen Paaren konkurrieren. Ohne weiteren Zusatz wird der Begriff meist als Synonym für die Matchpunkt-Auswertung verwendet.

Erläuterung

Allgemeines

Als Paarturnier kann man jeden Bridge-Wettkampf bezeichnen, bei dem je zwei Spieler als Paar versuchen, gegen mindestens ein konkurrierendes Paar zu gewinnen. Im Allgemeinen verwendet man den Begriff "Turnier" aber erst bei einer Mindestbeteiligung von zwei Tischen, d.h. vier Paaren.

Dem Umfang eines Paarturniers sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Beginnend mit Vereinsturnieren, bei denen üblicherweise ca. 20-30 Boards gespielt werden (reine Spielzeit 3-4 Stunden), reicht die Bandbreite über eintägige Bezirks- (ca. 30-40 Boards, reine Spielzeit 4-5 Stunden) oder ein- bis zweitägige Verbandsturniere (40-90 Boards, reine Spielzeit 5-11 Stunden) und Deutsche Meisterschaften (normalerweise 90 Boards über 2 Tage) bis zu Europa- oder Weltmeisterschaften, deren Paarturniere oft über mehrere Qualifikations- und Endrunden ausgetragen werden und bis zu einer Woche dauern können.

Auswertungsmethoden

Ergebnisse von Paarturnieren können mit den folgenden Auswertungsmethoden berechnet werden:

Matchpunkt-Auswertung (die am häufigsten verwendete Methode)
Butler-Auswertung
IMPs-across-the-field
Gesamtpunktmethode

Für die Wahl der Auswertungsmethode ist der Turnierveranstalter verantwortlich; sie muss in der Ausschreibung angekündigt werden. Die korrekte Auswertung des Turniers entsprechend des gewählten Methode liegt in der Verantwortung des Turnierleiters.

Durchführungsarten

Bei jeder der o.g. Auswertungsmethoden muss man noch folgende Durchführungsarten unterscheiden:

Round Robin: Jedes Paar spielt gegen jedes andere Paar.
verkürzter Round Robin: Jedes Paar spielt eine praktikable Anzahl an Boards, normalerweise zwei, gegen möglichst viele andere Paare. Die Anzahl der Runden wird hierbei bestimmt durch die zur Verfügung stehende Zeit.
Swiss Pairs: Man spielt immer gegen ein Paar, das im bisherigen Turnierverlauf ungefähr die gleiche Platzierung erreicht hat wie man selbst.
KO-System: Das Verliererpaar eines Matches scheidet aus dem Turnier aus (sehr unüblich für Paarturniere).

Desweiteren können alle Kombinationen o.g. Auswertungsmethoden und Durchführungsarten auch als Barometer-Turnier durchgeführt werden; bei einigen (z.B. Swiss Pairs) ist das in einem gewissen Umfang sogar erforderlich.

Für die grundsätzliche Wahl der Durchführungsart ist der Turnierveranstalter verantwortlich. Die Einzelheiten, das sog. Movement, legt der Turnierleiter fest.

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