Jacoby 2NT
Aus BridgeLexikon
| Situation | Vollspielsuche |
| Zweck | Dem Partner zeigen, dass man eine starke ausgeglichene Hand mit Fit in seiner Oberfarbe hat. |
| Hintergrund | Bietraum gewinnen für die Untersuchung von Schlemm-Chancen. |
| Beschreibung | Der Partner des Oberfarb-Eröffners bietet künstlich 2SA. |
| Erfinder | Oswald Jacoby |
Inhaltsverzeichnis |
Entstehung
Die Konvention ist nach ihrem Erfinder Oswald Jacoby benannt.
Idee
Der Partner des Eröffners kann gleichzeitig einen Fit und eine starke Hand zeigen, ohne dass viel Bietraum verloren geht. Dadurch bleibt Raum für Schlemmuntersuchungen, z.B. durch Cuebids.
Beschreibung
Der Partner des Eröffners bietet 2SA. Das Gebot muss als künstliches Gebot vom Eröffner alertiert werden.
Voraussetzungen für die Anwendung
- Partner hat mit 1 OF eröffnet.
- Der Gegner kann zwischengereizt haben.
Frage und Antwortschema
Man bietet 2 SA und
- zeigt damit 4 Karten in Partners Oberfarbe
- zeigt eine starke Hand mit ausgeglichene Verteilung
- forciert mindestens bis zum Vollspiel
Weiterer Verlauf nach der Antwort
Nach der 2SA-Frage beschreibt der Eröffner seine Hand:
- 4 OF (Prinzip des fast arrival)
- mit Minimum-Werten
- und ohne Single
- 3SA (erlaubt dem Partner mit 4OF abzuwinken oder mit Kontrollgeboten in die Schlemmuntersuchung einzusteigen)
- mit einer mittelstarken Hand
- 3 OF (Schlemmeinladung, der Partner soll seine Kontrollen mit Cuebids zeigen.
- mit einer sehr starken Hand
- und ohne Single
- 3 in neuer Farbe
- zeigt ein Single in der gebotenen Farbe, vgl. auch Splinter.
Beispiele
Bietfolgen
Bietsysteme
Varianten
verwandte Konventionen
- ein Ergänzungsverhältnis besteht zu Splinter-Geboten; diese zeigen eine starke unbalancierte Hand mit Farbfit