Informationskontra
Aus BridgeLexikon
| Situation | Gegenreizung |
| Zweck | In der Gegenreizung Stärke zeigen, ohne sich sofort auf eine Farbe festzulegen |
| Hintergrund | Bei ausgeglichener Hand soll der Partner die Chance erhalten, seine beste Farbe zu nennen |
| Beschreibung | Man kontriert ein gegnerisches Gebot; es handelt sich dabei in der Regel (aber nicht immer) um das erste Gebot, das man abgibt. |
Inhaltsverzeichnis |
Idee
- Das Kontra zeigt in der Regel eine Hand mit Eröffnungsstärke und Spielbereitschaft in den nicht gereizten Farben; man überlässt dem Partner die Farbwahl. Er wird Oberfarben bevorzugen. -- (normales Informationskontra)
- In seltenen Fällen kann das Kontra auch eine einseitige Hand zeigen, die zu stark ist, um die eigene Farbe direkt zu nennen (Stärke-Informationskontra).
- In seltenen Fällen kann das Kontra auch ein SA-Hand zeigen, die zu stark für ein direktes SA-Gebot ist (Stärke-Informationskontra).
Der Partner kann den Unterschied zwischen dem normalen und dem starken Informationskontra erst erkennen, nachdem der Kontrierende ein weiteres Gebot abgegeben hat.
Beschreibung
Voraussetzungen für die Anwendung
- Der Gegner hat eröffnet (auf beliebiger Stufe).
- Sie befinden sich in zweiter Hand.
- oder: Sie befinden sich in vierter Hand und Ihr Partner hat gepasst.
- Sie sind kurz in der Farbe des Gegners.
- Sie sind ausreichend stark, um jedes Antwortgebot Ihres Partners zu passen (oder um durch ein SA-Gebot oder das Nennen einer eigenen Farbe besondere Stärke zu zeigen.
Für ein normales Informationskontra:
- bei Eröffnungsstärke: max. 2 Karten in der Gegnerfarbe.
- bei 10-11 FP: eine perfekte Verteilung (4-4-4-1 oder 5-4-4-0).
- bei 15+FP: zur Not auch eine 4-3-3-3 - Verteilung.
Anworten
Der Antwortende nennt seine beste Farbe, bei starker Hand, ausgeglichener Verteilung und einem Stopper in der Gegnerfarbe kann er auch SA bieten. Ist er besonders stark, so kann er einen (selbstforcierenden) Überruf der gegnerischen (Unter-)Farbe machen.