Figuren-Punkte

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Definition

Ein Mechanismus zur Blattbewertung, der auf den vorhandenen Figuren beruht.

Erläuterung

Figuren-Punkte werden für hohe Karten vergeben und spielen bei der Reizung eine wichtige Rolle. Hohe Karten ermöglichen in der Regel den Gewinn von Stichen. Der Grundgedanke ist, dass Hände mit vielen hohen Karten ein großes Stichpotential haben. Bei Händen mit vielen Figurenpunkten kann man somit höhere Kontrakte ausreizen. }}

Die allermeisten Bietsysteme verwenden eine sehr enfache Regel zur Ermittlung der Figurenpunkte (FP):

As = 4 FP
König = 3 FP
Dame = 2 FP
Bube = 1 FP

Somit gibt es in einem Spiel 40 Figuren-Punkte (10 je Farbe). Für eine normale Eröffnung verlangen die meisten Bietsysteme ca. 12 FP.

Im Englischen werden FP als HCP (high card points) bezeichnet.

Abhängig von den Ansagen der Gegner kann man bestimmte FP im Laufe des Bietprozesses aufwerten oder abwerten.

Man sollte die Punktezählung (=Addition der Punkte eines Blattes) nicht zu schematisch anwenden.

  • Ein einzelner Bube ist z.B.kaum etwas wert.
  • Vier Zehner sind nicht zu verachten, auch wenn die FP-Wertung beim Buben aufhört.
  • A,K,D,x,x sind eigentlich meist 10 Punkte, da der gegnerische Bube in der Regel fallen wird
  • K,x einer Farbe sind mehr wert, wenn der Gegner vor einem diese Farbe gereizt hat
  • Umgekehrt sind sie weniger wert, wennman aufgrund der Reizung befürchten muss, dass der König im Schnitt sitzt.

Das Figurenpunkte-System zur Blattbewertung wird durch ein zweites Verfahren (Verteilungspunkte) ergänzt, bei dem ungleichmäßige Hände positiv bewertet werden, weil sie (in einem Farbkontrakt) Potential für Schnappstiche bieten.

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