Eight ever - nine never

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Spieltechnik Eight ever - nine never
Ziel eine hohe gegnerische Karte fangen, dabei Wahrscheinlichkeiten berücksichtigen
Beschreibung je nach der Anzahl der hohen Karten, die man selbst besitzt, kann es besser sein, auf "Drop" zu spielen (also die eigenen hohen Karten abzuziehen und darauf zu hoffen, dass der Gegner die fragliche Karte zugeben muss) oder einen Impass zu machen.


Im typischen Fall geht es darum, dass man selbst zwei Topfiguren und den Buben hat, beispielsweise fehlt die Dame. Ähnlich ist es, wenn man König und Dame besitzt und der Bube fehlt (dabei gibt man natürlich eine der beiden Figuren an das Ass ab).

Die Regel Eight ever, nine never gibt für beide Fälle einen Hinweis, ob man einen Impass spielen sollte oder nicht:

  • Bei 8 eigenen Karten in einer Farbe sind die fehlenden Karten oft 3:2 verteilt, wobei die fehlende Figur naheliegenderweise eher bei den 3 Karten zu suchen ist als bei dem Double. In diesem Fall lohnt sich ein Schnitt.
  • Bei 9 eigenen Karten stehen die fehlenden 4 Karten of 2:2, so dass man darauf hoffen kann, dass sie fallen, wenn man die Farbe zweimal spielt.
A K B 10 x
? ?
x x x
Bei dieser Konstellation kann man es sich leisten, das Ass abzuziehen, um die Dame auch dann noch zu fangen, wenn sie als Single hinter der Gabel steht. Danach schneidet man zu K/B bzw. K/10. So fängt man die Dame auch dan noch, wenn sie zu viert im Schnitt steht.
A K B 10 x x
? ?
x x
Bei dieser Konstellation kann man es sich nicht leisten, das Ass abzuziehen, um eine eventuell bei Ost alleinstehende Dame zu fangen. Falls die Dame nämlich zu viert vor der Gabel steht (was deutlich wahrscheinlicher ist), muss man zweimal schneiden. Würde man das Ass abziehen, so könnte man nur noch einmal eine kleine Karte zum Impass vorlegen.
K 8 5
? ?
D 10 6 4 2
Wir haben 8 Karten und schneiden daher zur Zehn, nachdem wir eine Expass zum König gespielt haben.

Die eight ever - nine never-Regel stimmt für klassische a-priori-Wahrscheinlichkeiten. Mitunter liefert jedoch der Bietprozess Anhaltspunkte dafür, gegen die Regel zu verstoßen. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn die Gegner durch weak-two-Gebote auf einseitige Farbverteilungen hingewiesen haben. Durch den einseitigen Sitz von Farben reduziert sich bei 9 never die Chance, dass ein Drop-Spiel Erfolg hat. Ein Beispiel dazu findet sich in einem EADT Artikel von 2003.

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