Bluff

Aus BridgeLexikon

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Definition

Eine Verhaltensweise, die eine falsche (meist höhere) Stärke vortäuscht, als der Spieler tatsächlich besitzt.

Erläuterung

Im Bereich des Bietens definieren die Turnierbridgeregeln den Bluff als eine Ansage, bei der die Punktstärke oder Farblänge vorsätzlich und extrem falsch dargestellt wird (TBR Kapitel I).

Beim Abspiel der Karten besteht ein Bluff gelegentlich darin, eine falsche Farbverteilung vorzutäuschen, indem man von zwei verbliebenen Karten die höhere (insbesondere eine Figur) abwirft. Die Gegenpartei soll dadurch zu der Annahme verleitet werden, dass es sich um ein Single handelte. Auch manche ungewöhnlichen Ausspiele zu einem Stich (z.B. kleine Karte von K-x wegspielen) fallen in diese Gruppe.

Generell gilt, dass ein Bluff erlaubt ist, sofern er nicht auf einer Übereinkunft mit dem Partner beruht (TBR §40 Abs. 1). Der eigene Partner muss also von dem Bluff genauso überrascht sein wie der Gegner.

Man könnte auch ein ungewöhnlich langes Zögern bei der Zugabe einer Karte als Bluff einsetzen, obwohl es eigentlich keinen Bedarf zum Nachdenken gibt. Sitzt man z.B. in einer Schnittposition und hält die ausstehende Hochkarte nicht, so könnte man auf diese Weise ihren Besitz vortäuschen. Ein solches Verhalten würde zurecht als unfair, wenn nicht sogar regelwidrig, empfunden.

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