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Aus BridgeLexikon
Die wichtigsten Bridge-Begriffe
| Begriff | Definition | Details |
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| Abmarke
Das Zugeben einer sehr kleinen Karte, um Interesse an der abgeworfenen Farbe zu verneinen. |
Die Abmarke soll im Gegenspiel dem Partner zeigen, dass der markierende Spieler nicht an einer ..→ | |
| Abschlussgebot
Ein Gebot, das den Partner zum Passen auffordert. |
In welchen Fällen ein bestimmtes Gebot als abschliessend gelten soll, kann zwischen den Partnern ..→ | |
| Abwurf
Der Vorgang, bei dem ein Spieler die ausgespielte Farbe nicht bekennen kann und deswegen irgendeine andere Karte (nicht Trumpf) zugibt. |
Setzt ein Spieler (in einem Farbspiel) anstelle eines Abwurfs einen Trumpf ein, so spricht man von ..→ | |
| Abwurfzwang
Eine Situation, in der ein Spieler nicht Farbe bekennen kann und sich von einer wertvollen Karte trennen muss, weil er keine kleinen überflüssigen Karten zum Abwerfen mehr hat. Es gehört zur Spieltechnik des Alleinspielers, in bestimmten Fällen seine hohen Karten solange abzuziehen bis einer der Gegner (oder gar beide) in Abwurfzwang kommt. | ||
| Alleinspieler
Der Erfinder der Spielmöglichkeit des Kontrakts. Im Spiel verwaltet er beide Blätter seiner Partei. |
Wer im Verlaufe des Bietprozesses eine Farbe als Erster nennt, wird (wenn seine Partei den ..→ | |
| Angriff
Die allererste Karte, die ausgespielt wird (Attacke). | ||
| Ansage | ||
| Anschrift
Die Anschrift, auch Score genannt, bezeichnet den Punktwert, den man beim Bridge für eine gespielte Hand zugesprochen bekommt. vgl. auch die TBR §77. |
Es gibt zum einen Punkte für erzielte Stiche und zum anderen Prämien, die abhängig sind ..→ | |
| Antwort
Die Ansage eines Spielers, dessen Partner zuvor geboten hat. Oft bezeichnet man mit "Antwort" speziell die Erstansage eines Spielers, dessen Partner soeben ein Eröffnungsgebot abgegeben hat. | ||
| Bietverfahren
Ein Verfahren, um herauszufinden, welche Verteilung / Stärke in beiden Händen vorhanden ist. Manche Bietverfahren fragen vor dem Hintergrund bestimmter Mechanismen zur Blattbewertung beim Vorliegen einer bestimmten Situation (z.B. Fit vorhanden) gezielt nach bestimmten Aspekten, die bei der Blattbewertung wichtig sind. | ||
| Blank
Blank. Eine einzelne Karte ohne Begleitung anderer Karten (sec). |
Hat ein Spieler nur (noch) eine einzelne Karte einer bestimmten Farbe, so nennt man diese ..→ | |
| Blattbewertung
Ein Verfahren, das die Einschätzung der Stärke (Stichpotential) des eigenen Blattes bzw. der gemeinsamen Hände der Partnerschaft erlaubt. Diverse Bietverfahren werden eingesetzt, um die nachfolgend genannten Informationen über das eigene Blatt zu übermitteln bzw. diese über das Blatt des Partners gezielt zu erfragen. So dienen z.B. Cue-Bids zur Suche nach Kontrollen, Gerber-Gebote geben Verteilungsinformationen (Zweifärber 5:5), Blackwood sucht nach Topstichen. |
Letztlich sind alle Aspekte, die zur Blattbewertung herangezogen werden, aus dem vermuteten ..→ | |
| Bluff
Eine Verhaltensweise, die eine falsche (meist höhere) Stärke vortäuscht, als der Spieler tatsächlich besitzt. |
Im Bereich des Bietens definieren die Turnierbridgeregeln den Bluff als eine Ansage, bei der ..→ | |
| Chicane
Fehlfarbe; eine französische Bezeichnung dafür, dass man in einer bestimmten Farbe keine Karte besitzt. In englischer Literatur findet man oft das wort "void" ("Lücke"). |
..→ | |
| Denomination | ||
| Dummy
Der Partner des Alleinspielers; er legt seine Karten nach dem Ausspiel offen auf den Tisch und führt die Anweisungen des Alleinspielers aus. |
Nachd ..→ | |
| Farbe
Eine der vier Gruppen von Karten im Kartenpaket. Es gibt 13 Karten von jeder Farbe. |
Die vier Farben in absteigender ..→ | |
| Figur
Als Figuren oder Honneurs werden die Karten As, König, Dame und Bube bezeichnet. | ||
| Figuren-Punkte
Ein Mechanismus zur Blattbewertung, der auf den vorhandenen Figuren beruht. |
Figuren-Punkte werden für hohe Karten vergeben und spielen bei der Reizung eine wichtige Rolle. ..→ | |
| Forcierendes Gebot
Ein Gebot, das den Partner des Bieters zur Abgabe eines Gebots zwingt, falls der zwischen beiden sitzende Gegner gepasst hat. |
Man unterscheidet verschiedene Arten forcierender Gebote:
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| Fragegebot
Ein künstliches Gebot, das den Partner auffordert, seine Hand zu beschreiben. |
Die Antworten des Partners folgen nach einem Fragegebot einem vorher vereinbarten Schema, d.h. sie ..→ | |
| Gebot
Ein Gebot ist die Verpflichtung, mindestens eine bestimmte Anzahl von Stichen über dem Buch in einer bestimmten Denomination zu gewinnen. | ||
| Gefahr
Eine von zwei möglichen Gefahrenlagen. In Gefahr sind Prämien und Strafen höher als in Nichtgefahr. | ||
| Gefahrenlage
Eine Partei kann sich aus Sicht der Punktewertung in zwei unterschiedlichen Zuständen befinden:
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Befindet sich eine Partei in Gefahr, so fallen die Erfolgs-Prämien für Vollspiel und Schlemm ..→ | |
| Honneur
Honneur (eng. honor) ist eine Bezeichnung für die die vier ranghöchsten Karten: A K D B. | ||
| Kontra
Kontra (engl. double) ist eine nach einem gegnerischen Gebot gemachte Ansage, die den Score-Wert erfüllter oder geschlagener Kontrakte erhöht. |
Kontra kann als "X" oder "D" (für: Double) abgekürzt werden. Rekontra ..→ | |
| Kontrakt
Die von der Seite des Alleinspielers eingegangene Verpflichtung, in der genannten Denomination die im abschließenden Gebot angegebene Anzahl von Stichen über dem Buch zu gewinnen, sei es unkontriert, kontriert oder rekontriert. |
Ein Kontrakt entsteht dadurch, dass nach dem Gebot eines Spielers alle drei Spieler passen. Wer ..→ | |
| Konvention
Als Konventionen bezeichnet man Partnerschaftsabsprachen, durch die festgelegt wird, dass bestimmte Gebote in bestimmten Situationen eine besondere Bedeutung erhalten sollen, die nicht ihrer natürlichen Aussage entspricht. |
Im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet man den Begriff "Konvention" normalerweise im Sinne einer ..→ | |
| Künstliche Ansage
Eine Ansage, die aufgrund einer Partnerschaftsübereinkunft eine andere Bedeutung übermittelt als die Absicht, in der genannten Denomination zu spielen oder als eine Figurenkonzentration oder eine Länge (von mindestens 3 Karten) in dieser Denomination. |
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| Längenpunkte
Ein Mechanismus zur Blattbewertung, der unausgeglichene Blätter in bestimmten Fällen aufwertet. |
Längenpunkte werden in der Regel zusammen mit Verteilungspunkten zur Blattbewertung ..→ | |
| Mariage
Die Kartenkombination König/Dame. | ||
| Markierung
Eine Spieltechnik, durch die sich die Gegenspieler beim Ausspiel oder beim Bedienen einer ausgespielten Farbe verständigen. | ||
| Nichtgefahr
Eine von zwei möglichen Gefahrenlagen. In Nichtgefahr sind Prämien und Strafen niedriger als in Gefahr. | ||
| Oberfarbe
Die beiden Farben ♠ ( Pik ) und ♥ ( Coeur ) | ||
| Opfergebot
Ein Gebot, von dem man annimmt, dass der damit verbundene Kontrakt fallen wird. Aus Sicht der Punktewertung kann es günstiger sein, selbst zu spielen und zu verlieren, als den Gegnern ein Spiel zu überlassen, das sie gewinnen werden. | ||
| Paarturnier
Eine Turnierform, bei der jeweils zwei Spieler als Paar antreten und mit allen anderen Paaren konkurrieren. Ohne weiteren Zusatz wird der Begriff meist als Synonym für die Matchpunkt-Auswertung verwendet. | ||
| Pass
Eine Ansage, die zum Ausdruck bringt, dass ein Spieler in der gegenwärtigen Bietrunde weder ein Gebot abgeben noch kontrieren oder rekontrieren will. | ||
| Rekontra
Rekontra (engl. redouble) ist eine nach einem gegnerischen Kontra gemachte Ansage, die den Score-Wert erfüllter oder geschlagener Kontrakte nochmals erhöht. |
Rekontra kann als "XX" oder "RD" (für: ReDouble) abgekürzt werden. Zur ..→ | |
| Schlemm
Ein Spiel, bei dem in der Reizung versprochen wurde, mindestens 12 Stiche zu machen. Ein solcher, besonders hoher Kontrakt wird mit einer sog. Schlemmprämie belohnt. |
Bei 12 Stichen spricht man vom Klein-Schlemm, bei 13 Stichen vom Groß-Schlemm. Schlemm-Prämie ..→ | |
| Signal
Eine Spieltechnik, durch die sich die Gegenspieler verständigen. |
Ein Signal ist ein Spiel eines Gegenspielers, das dazu dient, eine bestimmte Bedeutung eher ..→ | |
| Single
Bezeichnung dafür, dass man genau eine Karte in einer Farbe hat. (Englisch: singleton). |
..→ | |
| Teilspiel
Ein Spiel, dessen Höhe so niedrig ist, dass es normal abgerechnet wird (d.h. ohne besondere Prämie). |
Teilspiele sind alle unkontrierten Spiele bis (einschließlich)
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| Topfigur
As, König und Dame werden auch als Topfiguren bezeichnet. | ||
| Unterfarbe
Die beiden Farben ♦ ( Karo ) und ♣ ( Treff ) | ||
| Verteilungspunkte
Ein Mechanismus zur Blattbewertung, der unregelmäßige Verteilungen aufwertet. |
Für die Blattbewertung spielen neben den Figuren-Punkten auch die Verteilungspunkte (V) ..→ | |
| Vollspiel
Ein Spiel, für das aufgrund der Höhe des Kontrakts bei Erfüllung eine zusätzliche Punkteprämie gewährt wird. |
Die Vollspielprämie wird für Spiele gewährt, deren Kontrakthöhe folgende Schwelle ..→ | |
| Vollspielprämie
Eine Punkteprämie, die bei der Abrechnung eines erfüllten Vollspiels gewährt wird. |
Die Höhe der Prämie hängt von der Gefahrenlage ab. Sie beträgt
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| Whist
Ein altes englisches Kartenspiel mit den gleichen fünf Spielmöglichkeiten (vier Farben und SA) wie Bridge. |
Im Whist gibt es jedoch keinen Dummy. Wegen der auffälligen Ähnlichkeiten gilt Whist oft als ..→ | |
| Zug
Ein Spieler ist am Zug, wenn er das Anrecht aufs Ausspiel zum nächsten Stich hat. | ||
| Zumarke
Ein Signal, das Interesse an einer Farbe zeigt. |
Das Zugeben einer ungewöhnlich hohen Karte durch den Partner des ausspielenden Gegenspielers soll ..→ | |
| Zweifärber
Ein Blatt, das zwei lange Farben hat (mindestens 5-4). |
In der Reizung ist der natürliche Weg, ein solches Blätter zu beschreiben, die Farben ..→ |